Objekt

Malerei, Skulptur, Materialcollage und Fundstück finden zusammen, ergänzen sich wechselseitig, vereinen sich zu bisweilen heiter-ironischen bis düster-mythischen Bildwerken. Man entdeckt, wie einfachste Dinge Poesie entfalten. Relikte fristen ihr Dasein meist im Verborgenen, es braucht oft viel Zeit, bis sich ein Anlass einstellt, ihnen eine Bühne zu schaffen. Scherling inszeniert und kombiniert in diesem Schauspiel der Dingwelt Relikte, die Biografie und kollektive Welterfahrung, Greifbares und Unbegriffenes repräsentieren. Schatten und Licht liegen nah beieinander, die mehr Fragen aufwerfen als sie Antworten geben. (…)

Auszug aus der Eröffnungsrede von Dr. Rainer Beßling zur Ausstellung: Theo Scherling, Kunstverein Lemgo, 6. Juni 2010